Kunert strickt mit IBM Network Stations
Alle Fäden wieder in einer Hand
Wenn bei Kunert in Immenstadt alle Fäden aus Kreation, Produktion, Vertrieb und Verwaltung schnell und reibungslos zusammenlaufen und am Schluß moderne, qualitativ hochwertige Gestricke bilden, dann hat ein flexibles Team daran gestrickt: die Mitarbeiter des Konzerns, Fritz & Macziol und die Network Stations von IBM.
Das Unternehmen
Als "Umweltmarktführer" im Textilmarkt erzielte der europaweit tätige Markenhersteller für grob- und feingestrickte Beinkleider mit Hilfe seiner 3100 Mitarbeiter 1998 einen Umsatz von ca. 400 Mio. Mark. An sechs Standorten im In- und Ausland wurden rund 100 Mio. Strumpfhosen, Strümpfe und Socken nach den strengen Richtlinien des Öko-Tex-Standards 100 produziert. Der Absatzmarkt liegt mit 70 Prozent hauptsächlich in Deutschland. Wichtige Märkte sind auch die Niederlande, Österreich, die Schweiz und Frankreich. Rußland und China will das Unternehmen ebenfalls mit seinen Produkten bestricken.
Da die Nachfrage nach Textilien seit Jahren rückläufig ist, und Kunert besonders im Segment Feinstrumpfhosen Verluste hinnehmen mußte, wurde die Unternehmensgruppe 1996 umstrukturiert, um flexibler auf den gestiegenen Wettbewerbsdruck reagieren zu können. Die Kunert AG übernahm als Holding die Konzernleitung. Produktion und Warenbereitstellung wurden in einer Produktionsgesellschaft zusammengefaßt. Die Markenfelder Kunert, Hudson, Arlington und Silkona agieren als eigenständige Vertriebsgesellschaften im Markt.
Auch die konzernweite Datenverarbeitung, in Immenstadt 16 Mitarbeiter stark, mußte den neuen Anforderungen Rechnung tragen. "Zur straffen Führung unseres verzweigten Unternehmens ist auch in der DV eine Harmonisierung nötig. Nur dann kann man kurzfristig auf die sich ständig bewegenden Märkte reagieren und Wettbewerbsvorteile realisieren", ist Werner Fetzer, Prokurist und Hauptabteilungsleiter Datenverarbeitung überzeugt.
Dabei sei auf Anwenderseite für viele ältere Mitarbeiter der gewohnte, grüne Bildschirm ebenso unverzichtbar wie für die jüngeren Kollegen und Kolleginnen grafische Bedienoberflächen. Solche individuellen Vorlieben wolle man bei Kunert auch keineswegs einebnen.
Nichtsdestotrotz sollten Dateninkonsistenz, unterschiedliche Releasestände, Viren- und Sicherheitsprobleme, Anwendungswildwuchs, ständiges Aufrüsten der Personal Computer und das zeitaufwendige "PC-Turnschuhnetzwerk" schnellstens der Vergangenheit angehören.
Die Network Stations wurden ausführlich mit vorhandenen Anwendungen wie der MAS/90-Buchhaltung getestet, aber auch mit der Standard-Software, die zukünftig in Vertrieb und Beschaffung eingesetzt werden soll. Für die Network Stations sprachen schließlich der um 1000 Mark niedrigere Anschaffungspreis gegenüber dem PC, zentrale Datenverwaltung, Softwarewartung und -verteilung im Netz, die hohe Datensicherheit bei individueller Gestaltung des einzelnen Arbeitsplatzes und die besseren Steuerungsmöglichkeiten. Auch der elektronische Datenaustausch und die elektronische Archivierung, die Kunert bald einsetzten will, legten den Einsatz von Network Stations nahe. Netz-PC kam wegen der Virengefahr und des hohen Administrationsaufwands schnell nicht mehr in Betracht.
Administrator-Himmel auf Erden
Die Network Stations laufen sehr stabil. "Die Performance ist toll. Wir fahren über Mataframe die neueste Version von Lotus Notes, Office 97 mit Access, Word, und Excel . Über 100 Anwender arbeiten jetzt monatelang ohne Probleme. Die Administration ist viel einfacher als bei Personal Computern. Keiner kann mehr versehentlich Systemwerte löschen oder ändern, andere Treiber laden oder sich unüberschaubar Software aus dem Internet holen", so Müller begeistert.
Im 16-Mbit/s-Token-Ring in Immenstadt hängen physisch die zentrale AS/400 mit den Konzernanwendungen, ein AS/400 Lotus Notes Server für die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten, zwei NT Applikations-Server (IBM PC Server 704 und IBM Netfinity 5500) für Standardsoftware und Anwendungen, 47 Personal Computer und 120 Network Stations. "Obwohl bei letzteren jedes Windows-Piktogramm übers Netz vom NT Terminal Server geladen wird, ist Word am NC doppelt so schnell geöffnet wie an meinem 166-Pentium-Pro-PC", lobt Müller. Auch Excel, auf das jetzt jeder Zugriff hat, ist vom Server her schneller geladen als vom PC, der nur einen Anwender bedient.
Wer lediglich den grünen AS/400-Bildschirm bentögit, braucht hier auch nicht erst Windows zu starten wie beim PC, wo man über Client Access oder ein anderes Tool eine 5250-Emulation startet. Beim NC ist beides voneinander getrennt: Man drückt auf das AS/400-Icon, und der NC verbindet direkt mit der AS/400. Physisch liegen alle Anwender auf demselben Server mit RAID5-Plattensystem (hohe Sicherheit, schneller Zugriff). Die AS/400 Sicherungsläufe werden mit der ADSM-Software gesteuert. Jeder Anwender hat seine eigenen Verzeichnisse und Unterverzeichnisse, auf die auch kein anderer Zugriff hat außer dem Systemadministrator.
Wenn jemand zusätzlich zum grünen Bildschirm für seine Aufgaben später auch die Windows-Oberfläche benötigt, dann schaltet der Systemadministrator sie ihm einfach am Server über das Tool Network Station Manager frei, ohne irgendetwas nachzuinstallieren. So kann das Anwendungsprofil zentral eingestellt werden, samt aller zugehörigen Berechtigungen.
Perspektiven
Aufgrund der positiven Erfahrungen will Kunert sukzessive alle Bereiche mit Network Stations ausstatten, zunächst besonders den Vertrieb. Beschaffung und Einkauf sollen später folgen. Dort kann das Unternehmen sowieso nicht ganz auf PC verzichten, da die Lieferanten ihr Sortiment häufig nicht mehr im Musterkoffer, sondern auf CD-ROM präsentieren. "Auch wir sollten unserem Außendienst die Muster aus Zeit- und Kostengründen künftig auf dem Laptop verfügbar machen", überlegt Fetzer. Zunächst werden die Twinax-Terminals abgebaut, weil "wir immer mehr zu Standardsoftware übergehen werden." Mindestens die derzeit noch 110 IBM 3477 sollen in den nächsten beiden Jahren durch NC ersetzt werden. PC werden nur noch im technischen Bereich, beispielsweise zur Steuerung von Produktionsmaschinen, installiert.
Das langfristige Ziel der Umstellung sind dünne Clients, kurzfristigere Steuerungsmöglichkeiten und ein leistungsfähiges Token-Ring-Netz im Unternehmen, das mit einer kleinen DV-Mannschaft betrieben werden kann. Einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg dahin leisten auch "unsere Partner Fritz & Macziol". Sie haben nicht nur die IBM Hardware geliefert, sondern "uns bis jetzt auch äußerst kompetent beraten und bei der Installation tatkräftig unterstützt", resümiert Fetzer zufrieden.
"Um Synergien zu nutzen, schnelle wie individuelle und flexible DV-Strukturen zu etablieren, setzen wir jetzt konzernweit auf IBM AS/400-Technologie, Windows NT 4.0, Lotus Notes, Office 97 und - nach heftigen Diskussionen über ihr für und wider - auf die IBM Network Stations 300."
Werner Fetzer, Abteilungsleiter DV
Branche
Textilbereich
Anwendung
- MAS/90Buchhaltung und AS/400 Personalabrechnung
- Microsoft Office 97 (u. a. Word, Excel)
- Lotus Notes
Software
- Network Station Manager für OS/400
- Windows NT Terminal Server + Citrix Metaframe
- Lotus Domino für OS/400
Hardware
- ca. 120 NC IBM Network Stations Modell 300
- AS/400 mit IPCS
- Windows NT Server
- NT Metaframe Applikations-Server IBM PC-Server 704 und IBM Netfinity 5500)
"Um Synergien zu nutzen, schnelle wie individuelle und flexible DV-Strukturen zu etablieren, setzen wir jetzt konzernweit auf IBM AS/400-Technologie, Windows NT 4.0, Lotus Notes, Office 97 und - nach heftigen Diskussionen über ihr für und wider - auf die IBM Network Stations 300."
Werner Fetzer, Abteilungsleiter DV
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Für nähere Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an Martin Drissner, oder 0731/1551-140 |
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