Deutsches Rotes Kreuz setzt auf IBM Kompetenz von Fritz & Macziol
Deutsches Rotes Kreuz
Wer die Web-Site des DRK Blutspendedienstes aufruft, wird ganz nebenbei mit einer beeindruckenden, gewiss aber auch erschreckenden Tatsache konfrontiert: Ein Zählwerk zeigt die Menge der allein während der Zeit des Web-Besuchs in Deutschland benötigten Blutkonserven an. Und die Spanne ist kurz. Keine zehn Sekunden dauert es, bis wieder eine der in vielen Fällen lebensrettenden Blutkonserven gebraucht wird. Um diesen notwendigen Bedarf zu decken, ist das Deutsche Rote Kreuz nicht nur auf viele Millionen freiwilliger Spender angewiesen. Eine ebenso lebenswichtige Rolle spielt dabei auch die sichere Funktionalität der Blutdatenbanken. Für den DRK Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen Grund genug, noch in diesem Jahr die neue Verwaltungssoftware EDGEBLOOD aus dem Hause INLOG / GLI für seine zentrale Blutdatenbank einzuführen. Rund 400 Benutzer sollen im ersten Schritt damit arbeiten, im Endausbau werden es cirka 1.600 sein. Basis dieser Lösung ist ein zentraler Oracle-Datenbankserver-Cluster, der per Applikationsserver und Termnialservertechnologie über TCP/IP mit den Servern kommuniziert. Die Außenstellen werden über redundante VPN-Verbindungen mittels neuester MPLS- Technologie mit der Zentrale verbunden.
Alles - aus - einer - Hand - Lösung
Um zusätzlich den Katastrophenschutz standortunabhängig zu gewährleisten, wurde ein Backup-Rechenzentrum mit Notfall-Betrieb konzipiert, das im Fall der Fälle schnellstmöglich die Aufgabe des Hauptrechenzentrums für einen begrenzten Benutzerkreis übernimmt. Im Einzelnen basiert die Konfiguration von FRITZ & MACZIOL auf zwei Hauptrechnern der IBM-Modellreihe pSeries p650, die die Plattform für einen Real Application Cluster auf Basis Oracle RAC darstellen. Beide Server arbeiten mit dem Betriebssystem AIX in der Version 5.2. Damit ist eine durchgängige 64-bit-Implementierung und die vollständige Ausnutzung der Hardware-Ressourcen gewährleistet. Als Cluster-Lösung steht die von Oracle zertifizierte IBM-Software HACMP 4.5 zur Verfügung. Zwei Total Storage FAStT 900-Systeme werden redundant mit SAN-Switchen an die beiden pSeries angeschlossen und betriebssystemseitig installiert, sodass zusätzlich zur Hardware-Redundanz innerhalb der Plattensubsysteme ein komplettes FAStT-System ausfallen könnte, ohne den Betrieb der INLOG-Anwendung zu unterbrechen.
In die Gesamtkonzeption integriert sind Tivoli Storage Manager und eine IBM Tape-Library für die Datensicherung. Wie auch bei der FAStT 900 kann der Tivoli Storage Manager nicht nur zum Backup der Oracle-Datenbank, sondern auch zum Backup anderer Server in der Systemumgebung des DRK verwendet werden – und bietet so die Möglichkeit einer zentralen Backup-Lösung. Eine Citrix-Metaframe-Serverfarm zur Anbindung der Clients ergänzt die Konfiguration.
Für den worst case eines örtlichen Ausfalls des kompletten Rechenzentrums ist ein räumlich getrenntes Backup-Rechenzentrum mit Datenspiegelung über Oracle Dataguard per WAN-Standleitung vorgesehen. Dafür wurde eine weitere pSeries Modell p650 mit angeschlossener FAStT 600 konzipiert, die eine Kopie der Oracle-Datenbank für einen entfernten Standort vorhält. Die Client-Anbindung erfolgt über mehrere xSeries 345. Die unterbrechungsfreie ftp-Anbindung der Außenstellen ermöglicht die Einbindung der von FRITZ & MACZIOL entwickelten Proxy-Software. Sie bildet alle notwendigen Funktionalitäten sowohl für die Datenbankverbindungen als auch den ftp-Connect vollständig ab. Bei einem Komplettausfall des Hauptrechenzentrums ist auf diese Weise der Betrieb der Clients ohne Unterbrechung und administrativen Eingriff garantiert. Mit diesem komplexen Konzept hat das DRK aufgrund der hochverfügbaren und redundanten Systeme eine nahezu hundertprozentige Ausfallsicherheit für die neu einzuführende Blutbank-Software. Und das kann im Ernstfall Leben retten!
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Für nähere Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an Andreas Hainbuch, oder +49 731 1551 256 |
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