SAP-Virtualisierung und Unicode-Umstellung in einem Rutsch
Melitta Kaffee GmbH
Die Erfolgsgeschichte der Melitta-Gruppe fußt auf einer Konservendose und Löschpapier. Der Erfindung von Melitta Bentz aus dem Jahr 1908, mit Hilfe eines Papierfilters den unbekömmlichen Kaffeesatz aus den Tassen zu verbannen, verdanken nicht nur Kaffee-Liebhaber in aller Welt seither vollendeten Trinkgenuss. Vielmehr entstand aus diesem Patent ein international tätiges Markenartikel-Unternehmen mit heute mehr als einer Mrd. Euro Umsatz, von dem 60 Prozent auf das Produktsortiment der Marke Melitta® entfallen. Seit 1986 sind alle Kaffee-Aktivitäten in der Melitta Kaffee GmbH am Standort Bremen gebündelt.
Im Rahmen der Vorbereitung auf den 2010 anstehenden Releasewechsel von SAP R/3 Enterprise auf SAP ERP 6.0 unterzogen die Bremer ihre Plattformstrategie hinsichtlich eines Ausbaus von der 2-System- auf eine 3-System-SAP-Landschaft einer genauen Prüfung. Gleichzeitig wollte man die Umstellung des SAP-Zeichensatzes auf Unicode sowie alle vorbereitenden Maßnahmen auf Betriebssystem- und Datenbankebene durchführen. Unterstützung holten sich die Bremer dafür bei FRITZ & MACZIOL.
Aufgrund der bereits langjährigen Zusammenarbeit beider Unternehmen in den Bereichen IBM Hardware, VMware und SAP sowie der vorhandenen Zertifizierungen zu SAP OS/DB Migration waren sich die Verantwortlichen sicher, damit den richtigen Partner für die komplexen Anforderungen gewonnen zu haben. Denn neben der Integration der Hard- und Software sollte die SAP-Migration von AIX auf System p zu Linux unter VMware auf System-x auf jeden Fall aus einer Hand stammen. Mit einer im Vorfeld durchgeführten Analyse zum Einsatz der SAP-Lösung in einer virtualisierten Server-Umgebung unter VMware überzeugte FRITZ & MACZIOL zusätzlich.
Vom Nutzen der geplanten Neugestaltung der SAP-Landschaft hatte das Unternehmen ganz konkrete Vorstellungen. Neben den Vorteilen, die eine virtualisierte SAP Server-Umgebung unter VMware ESX bietet, standen auf der Prioritätenliste zudem die Möglichkeiten, Disaster/Recovery-Szenarien umzusetzen und Business Continuity zu gewährleisten sowie eine flexiblere Nutzung der SAP-Umgebung durch Hardware-Unabhängigkeit zu erreichen. Auch die Sicherheit der SAP Server-Verfügbarkeit bei einem Hardware-Ausfall durch VMware High Availability (HA) war für die Verantwortlichen ein wichtiges Argument. Nicht zuletzt wurde ein vereinfachtes Management durch die Vereinheitlichung der bestehenden Systemplattform System p und Intel auf eine VMware-Infrastruktur auf Intel-Systemen erwartet.
Das im Frühjahr 2009 realisierte Konzept umfasste daher die Installation von VMware Virtual Infrastructure 3.5 Enterprise Edition sowie je zwei IBM x3650 Server- und IBM N6040 nSeries Storage-Systemen mit Metro-Cluster auf Basis einer Fibre-Channel-Architektur. Die alte SAP R/3 Enterprise-Umgebung unter AIX/DB2 V8 haben die SAP-Experten von FRITZ & MACZIOL nach vorheriger detaillierter Planung und Testphase mittels SAP OS/DB-Migration auf die neue Plattform VMware/Suse Linux/DB2 V9 umgestellt. Die gleichzeitige Unicode-Umstellung auf SAP R/3 Enterprise Unicode verlief dabei völlig reibungslos.
Eine erste Bilanz nach nur wenigen Monaten im Produktivbetrieb zeigt ein gutes Ergebnis. Das Hardwaresizing durch FRITZ & MACZIOL und IBM bewährte sich: Die Performancedaten konnten deutlich verbessert werden. Durch den Einsatz der Snap-Shot-Technologien von nSeries und VMware ist ein sicheres Update-Management der SAP- und Betriebssystemumgebung gegeben. Die Nutzung der SAP-Testsysteme hat sich verbessert, bei der Hardware-Wartung entfallen aufgrund der VMware Vmotion-Technologie Downtimes für die SAP- und sonstigen Applikations-Server. Darüber hinaus steht dem Unternehmensbereich durch die Metro-Cluster-Technologie nun ein redundantes Storage-System über zwei Rechenzentren zur Verfügung.
Und auch für die Zukunft ist Melitta bestens gerüstet. Die Skalierbarkeit der Lösung erlaubt ein jederzeitiges flexibles Reagieren auf wachsende Anforderungen. Testdaten innerhalb der SAP ERP-Landschaft lassen sich zudem einfach und schnell updaten.
Kundennutzen
Die redundante Server- und SAN-Konfiguration verteilt auf zwei Rechenzentren verringert die Ausfallwahrscheinlichkeit. Neben der höheren Verfügbarkeit der SAP-Infrastruktur gestaltet sich das Management aufgrund der Konsolidierung auf eine Systemplattform wesentlich einfacher. Ohne großen Mehraufwand erfolgte die Unicode-Umstellung im Zuge der Vorbereitung auf den Releasewechsel nach ERP 6.0 bei der OS/DB Migration. Die neue SAP-Plattform ist zudem sehr kostengünstig und flexibel und hält die neueste Datenbanksoftware DB2 V9 vor.
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Für nähere Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an Wolfgang Behr, oder +49 40 5287 5244 |
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